28.04.2010
Der neue Jahresbericht 2009 der Kantensprung AG liegt vor
Jeder Stadt und Gemeinde ein Gundeldinger Feld!
Das Jahr 2009 war wieder einmal ein „Baujahr“: Die letzten grossen Umbauvorhaben, seit zwei Jahren angedacht und geplant, wurden ausgeführt: Einrichten und Sanieren der Halle 1 für Unser Bier, Unterteilung und Umbau der Halle 2 für unsere Handwerksbetriebe, das Fitnesscenter Spirit und andere, neue Mieter, Aussendämmung des Backpacker Hotels, bessere Ausstattung des Querfeldsaales und nicht zuletzt Einrichtung der „sichtbar“ auf dem Dach der blinden Kuh.
Auch an der Energiefront ging es mit grossen Schritten vorwärts: Auf der Halle 1 konnte eine zweite Solaranlage aufgestellt werden. Die Abwärme der Kühlanlagen für Unser Bier wird zur Erwärmung des Duschwassers des Backpacker Hotels verwendet. Und der vordere Teil der Halle 7 wurde rundherum isoliert, so dass von jetzt an der ganze Innenraum genutzt werden kann.
Neu wurde das Gundeldingerfeld auch zu einem gastronomischen Schwerpunkt des Quartiers: Die bekannten Restaurants eo ipso, blinde kuh und Bio Bistro wurden ergänzt durch die Braustube von Unser Bier und die „sichtbar“ auf und unter dem Dach der blinden Kuh.
Das Interesse am Gundeldinger Feld ist nach wie vor ungebrochen. Gruppen aus Frankreich, Deutschland, Schweden und sogar Spanien wurden auch 2009 von den Kantenspringerinnen in ihrer jeweiligen Landessprache durch das Feld geführt und über unsere Ideen und Vorhaben informiert. Immer wieder staunten die Besucher (und wir selbst), dass ein solches Projekt überhaupt möglich geworden ist und Bestand hat.
Die Kantensprung arbeitet weiter an der Entwicklung und Vernetzung ähnlicher Projekte: Das Walzwerk in Münchenstein entwickelt sich langsam aber sicher zu einem attraktiven Gewerbe- und Kulturzentrum, auf dem Areal Lagerplatz in Winterthur konnte die parallel zum Gundeldinger Feld entstandene Umnutzung langfristig gesichert werden, und das 2008 durch ein Referendum gerettete HANRO Areal in Liestal wurde von der befreundeten Stiftung Edith Maryon gekauft und wird nun ebenfalls zu einem multifunktionalen Kultur- und Gewerbezentrum umgenutzt und ausgebaut. Wir sind der Meinung, dass jede Stadt und jede Gemeinde (mindestens) ein Gundeldinger Feld braucht und helfen deshalb gerne mit, entsprechende Ideen und Konzepte zu entwickeln! Laut Bundesamt für Raumentwicklung gibt es in der Schweiz noch rund 400 Industriebrachen – die Arbeit wird uns also nicht so schnell ausgehen!
Schon länger denken wir darüber nach, wie das Gundeldinger Feld im Sinne einer Nachfolgeregelung für die Dauer des 90 jährigen Baurechtes gesichert werden kann. Zum Anlass unseres 10-jährigen Jubiläums wollen wir das Projekt in eine Stiftung einbetten, die langfristig Spekulation verhindert und das Gundeldinger Feld den Unsicherheiten eines Erbgangs entzieht.
Ich schliesse mit herzlichem Dank an alle, die an der Entwicklung des Gundeldinger Feldes auf irgendeine Art beteiligt waren und wünsche eine anregende Lektüre des Jahresberichtes
Barbara Buser
Präsidentin des Verwaltungsrates der Kantensprung AG
Der Jahresbericht kann mit einem adressierten und frankierten C5-Couvert bestellt werden bei: Kantensprung AG, Sybille Girsberger, Dornacherstrasse 193, 4053 Basel, oder Sie können ihn hier als pdf herunterladen.
30.04.2009:
Der neue Jahresbericht der Kantensprung AG liegt vor
Bier brauen auf dem Gundeldinger Feld, Teil 2
Hoffnungsfroh hatte das Jahr 2008 mit neuen Projekten für die Halle 1 und 7 begonnen: Innert Jahresfrist sollte die Brauerei „Unser Bier“ auf dem Areal einziehen, und in der Halle 7 sollte eine Lounge für die Besucher de Restaurant blinde kuh entstehen. Doch „gut Ding will Weile haben“ – offenbar müssen auch wir diesen Grundsatz für diese beiden Projekte akzeptieren! Denn erst jetzt, ein Jahr nach dem ersten Bericht darüber, sind die beiden Projekte so aufgegleist, dass 2009 absehbar mit dem Bauen begonnen werden kann….
Ein anderes Projekt konnte dafür noch Ende 2008 abgeschlossen werden: Aufgrund der Unterstützung und Vermittlung der Kantensprung AG kaufte die Stiftung Abendrot das rund 50'000 m2 grosse Areal „Lagerplatz“ in Winterthur von der Sulzer AG. Wir freuen uns sehr, dass die innert 12 Jahren entstandene, lebendige, gemischte Nutzung nun definitiv erhalten bleibt. Und wir werden unsere Erfahrung mit der Umnutzung von Industriearealen für die Weiterentwicklung des Areals in Winterthur einbringen können!
Eine weitere Anfrage um Beratung und Unterstützung erreichte uns von einer Mietergruppe der HANRO in Liestal. Die weltbekannte Dessous-Fabrik, welche vor einigen Jahren an eine österreichische Firma verkauft worden war, sollte abgerissen werden und vier grossen Wohnblocks gehobenen Standards Platz machen. Mieter und Anwohner machten Rekurs gegen den Gestaltungsplan und gewannen die darauf folgende Abstimmung: Die HANRO Fabrik, welche eine wichtige Identifikationsrolle für viele Einwohner von Liestal spielt, bleibt stehen! Das Beispiel des Gundeldinger Feld hat nicht unwesentlich dazu beigetragen, dass auch hier nun Verhandlungen mit Investoren im Gange sind, welche das bereits umgenutzte Areal übernehmen und im gleichen Sinne weiterentwickeln wollen.
Es freut uns sehr, dass das Beispiel des Gundeldinger Feldes andere Akteure ermutigt, ähnliche Projekte zu entwickeln: nämlich historisch interessante Fabriken und Areale durch neue, dem Vorhandenen angepasste Nutzungen nachhaltig zu erhalten
Barbara Buser
Präsidentin des Verwaltungsrates
Der Jahresbericht kann mit einem adressierten und frankierten C5-Couvert bestellt werden bei: Kantensprung AG, Sybille Girsberger, Dornacherstrasse 193, 4053 Basel, oder Sie können ihn hier als pdf herunterladen.
27.03.2009:
Die Kantensprung AG hat die beiden Basler Künstlerinnen Lena Eriksson und Pascale Grau eingeladen, eine Postkartenserie über das Gundeldinger Feld zu gestalten. Die Künstlerinnen lassen das Miteinander von Alt und Neu und Mensch und Natur auf dem Gundeldinger Feld in einen künstlerisch eigenständigen Dialog treten.
9 Postkarten (3 Sets à 3 Karten) können zum Preis von Fr. 10.- bezogen werden beim Sekretariat der Kantensprung AG (Tel. 061 333 70 70, geöffnet täglich von 9 - 12 Uhr).